Hast du auch einen Herzenswunsch, einen Traum, den du schon lange mit dir herumträgst?
Und du weißt nicht so recht, wie du es anfangen sollst, diesen Wunsch zu erfüllen.
Vielleicht fragst du dich: Wo fange ich überhaupt an?
Ich glaube, fast jeder Mensch hat einen Traum. Und dabei geht es nicht um materielle Dinge wie ein tolles Auto oder Schmuck. Es geht um mehr.
Es geht darum, das zu tun, was einem ein gutes Gefühl gibt. Ein Gefühl von Erfüllung, bei dem man endlich bei sich selbst ankommt. Ein Gefühl, bei dem das, was man macht, Zufriedenheit und Glück schenkt. Sinnstiftend – ja, das ist es.
Egal, was es ist: ein Hobby, ein neuer Beruf oder ein soziales Engagement.
Was ist dein Traum? Was würdest du gerne machen, wenn du nur könntest?
Ja, ich weiß. Der Alltag beansprucht uns oft vollständig. Neben Familie und Arbeit bleibt wenig Zeit.
In der Früh die Kinder richten, in die Arbeit gehen, nach Hause kommen, Kinder vielleicht noch zum Sport bringen, Abendessen kochen, Wäsche? Ein Gespräch mit dem Partner ist auch wichtig – und dann, ab 22:00 Uhr, ist man einfach platt. Man mag nicht mehr. Keine Gedanken, einfach nichts. Und der Herzenswunsch bleibt ein Herzenswunsch.
Ja, so ging und geht es mir auch. Viel um die Ohren, viele Verpflichtungen, alles muss erledigt sein und am besten noch perfekt. Man selber bleibt dabei ein wenig auf der Strecke.
Man schiebt all die Träume, all das, was man gerne machen würde, auf die Seite. „Geht ja nicht.“
Viele Ausreden drehen sich im Kopf. Es gibt immer eine Erklärung, warum etwas unmöglich scheint. Das klingt doch vernünftig, oder?
Zweifel? Ja, die sind auch da. Zweifel an einem selbst. „Ist ja alles verrückt, braucht es ja nicht. Und ernst genommen wird man eh nicht.“
Manchmal schaue ich auf meinen Alltag und denke: Kein Wunder.
Die Verpflichtungen sind laut, der Traum ist leise. Und leise lässt sich gut wegschieben.
Nun wird dieser Traum lauter. Immer öfter denke ich: Warum eigentlich nicht?
Vielleicht hat dieser Gedanke mehr Raum bekommen, weil andere Dinge ein bisschen kleiner geworden sind, ein bisschen leiser.
Die Angst, dass andere mich belächeln oder nicht ernst nehmen, verliert an Kraft. Und all die bequemen Ausreden ziehen sich langsam zurück.
Der Mut wird größer. Das Vertrauen in mich auch. Und der Gedanke: Ich mache das für mich.
Vom Mut anzufangen. Anzufangen jetzt.
Jetzt fange ich an zu schreiben – für mich und für all diejenigen, die meine kleinen Alltagsgeschichten lesen.
Mein lang gehegter Wunsch war nie besonders spektakulär. Ich wollte Geschichten aufschreiben. Diese kleinen Momente zwischen Brotdosen, Müdigkeit und dem Essen auf dem Tisch.
Lange dachte ich, dafür fehlt mir die Zeit oder es gäbe Wichtigeres.
Jetzt merke ich: Es braucht gar nicht viel. Ein bisschen Mut. Ein leeres Dokument. Einen Abend, an dem ich mich hinsetze und einfach anfange.
Dieser Blog hier ist mein Anfang.
